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Wir sind von Dürre umgeben

Die zunehmende Trockenheit beschäftigt uns auf unserem Betrieb „Auf der Prinz“ sehr.


In den vergangenen Jahren haben wir deutlich gespürt, dass längere Trockenperioden und unregelmäßige Niederschläge auch in unserer Region häufiger werden. Heuer im Jahr 2026 zeigt sich das besonders deutlich: Auf unseren rund 14 Hektar Grünland konnten wir statt der üblichen 90 Rundballen nur etwa 60 Rundballen ernten.

Uns ist bewusst, dass solche Wetterereignisse in den nächsten zehn Jahren wahrscheinlich noch öfter auftreten werden. Deshalb ist es besonders wichtig, bereits jetzt zu handeln und unseren Betrieb widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Starkregen zu machen.

Wir beschäftigen uns intensiv damit, wie wir Regenwasser möglichst lange auf unserem Betrieb und in der Landschaft halten können. Dazu haben wir uns bereits Gedanken über Wasserrückhaltebecken und sogenannte Keylines gemacht. Dabei wird Wasser gezielt auf den Flächen verteilt, damit es langsamer abfließt und besser im Boden versickern kann. Allerdings müssen die Maßnahmen auch zu unserer Hanglage und zur notwendigen Befahrbarkeit der Wiesen passen.

Schon jetzt sammeln wir Regenwasser in unseren ehemaligen Güllegruben. Dieses Wasser verwenden wir anschließend zum Gießen unserer Streuobstbäume. Zusätzlich achten wir auf dauerhaft bewachsene Böden, eine schonende Bewirtschaftung sowie den Erhalt von Bäumen, Hecken und feuchten Stellen.

Eine wichtige Rolle spielt für uns auch die Elsbeere. Durch ihr tief reichendes Wurzelsystem kommt sie vergleichsweise gut mit Trockenstress zurecht. Damit ist sie für uns ein wertvoller Zukunftsbaum.

Wir möchten verschiedene Möglichkeiten ausprobieren und praktische Erfahrungen sammeln. Vielleicht kann unser Hof damit langfristig zu einem Vorzeigebetrieb für Wasserrückhalt, Biodiversität und klimaangepasste Landwirtschaft werden.

Entscheidend ist, dass wir jetzt damit beginnen.

veröffentlicht am 15.09.2026