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Grauwasser-Nutzung

Ein Eigenversuch

Durch die Trockenheit im Juli und August 2026 im Osten Österreichs wurden wir angehalten, Trinkwasser zu sparen. Wir leben in Neulengbach in einer Wohnhausanlage in der Almersbergstraße. Die Wohnung ist 80m2 groß und hat zwei Balkone, die üppig begrünt sind.Der Aufruf 'Trinkwasser zu sparen' hat mich wieder daran erinnert, dass ich mich eigentlich schon seit vielen Jahren ärgere, dass wir immer noch Trinkwasser zur Klospülung verwenden, obwohl es schon längst Technologien zum Grauwasser Reycling gibt.

Siehe --> Grauwasser Recycling

pixabay

Update 24.08.2026

Wasserverbrauch pro Tag:

  • Bis das Wasser warm aus der Leitung kommt (zum Geschirrabwaschen): 3-5 Liter pro aufdrehen (wir haben keinen Untertischboiler oder Boiler in der Wohnung, das Warmwasser wird zentral verteilt)
  • Teekanne auspülen: 500 ml
  • Milchflasche ausspülen: 1 Liter
  • 1x Hände abspülen: 500 ml
  • div. Gläser während des Tages ausspülen: 1 Liter
  • Gemüse waschen, Salat waschen: 2-3 Liter

Meine Mutter hat immer gesagt - pritschel nicht so viel rum ...

Inzwischen bringen wir regelmäßig täglich ca. 30 Liter zum Gießen unseren Anlage (Almersbergstraße) direkt zu den Pflanzen.

Weitere Ergänzungen folgen

Wir haben damit gestartet, ein kleines, rundes Gefäß in die Abwasch zu stellen - genau unter den Wasserhahn.

Und das Wasser, das man mal so 'nebenbei' für Ausspülen, Wischtuch anfeuchten, Gemüse abspülen, Salat waschen, ... verwendet, aufgefangen und in einen Kübel gelehrt. 

Man glaubt gar nicht, wie viel Wasser man letztendlich für zB das Ausspülen einer Teekanne braucht.

Bis zum Abend hatten wir 30 Liter Grauwasser gesammelt und konnten damit die Pflanzen auf einem Balkon gießen.

pixabay
Ich muss hier erwähnen, dass wir in unserer Anlage mit Heißwasser von extern versorgt werden, dh wir haben keinen Warmwasserboiler bei uns in der Wohnung, auch keinen Untertischboiler.

Um wirklich so warmes Wasser zu haben, um damit Kochgeschirr oder auch Salatschüsseln auszuwaschen, muss 'eine Menge' Wasser in den Abfluss fließen, bis das Wasser warm genug ist. 

Das gilt auch beim Wäsche einweichen, wenn Fettflecken am Gewand sind. Auch dort fange ich das kühlere oder nur lauwarme Wasser mit einem kleinen Kübel zuerst auf - 3 Liter sind das. Erst dann kommt wirklich sehr warmes oder auch heißes Wasser aus der Leitung.

Auch dieses Wasser schicken wir derzeit nicht über den Abfluss weg, sondern sammeln es in einem Kübel zum Gießen unserer Pflanzen auf unseren Balkonen.

pixabay
Wir können im Alltag ganz viel Trinkwasser als Grauwasser verwenden, wenn wir ein bisschen achtsam mit der Ressource Wasser umgehen. Ich habe meine täglichen 'Wasserabläufe' genau beoachtet, war aufmerksam, was ich wann wie mache - es ist ja so viel Routine dabei.

Das Putztuch auswaschen zB.: es geht dabei gut ein Liter Trinkwasser drauf. Das kann ich wirklich auffangen und dann über Gießwasser wiederverwenden.

Oder das Ausspülen von Kunststoffverpackungen wie zB Mozarella-Verpackung: ich spüle die Verpackung aus, weil wir sonst Obstmücken bekommen und es im Plastikmüll stinkt. Auch dieses Wasser kann ich einfach zum Gießen verwenden.

Es braucht also 'nur' ein bisschen Aufmerksamkeit im Alltag und schon kann man in einem 2-Personen-Haushalt bis zu 50 Liter Trinkwasser als Grauwasser täglich recyceln!

Und letztendlich kann man beim Duschen den Abfluss zustoppeln und das Wasser ausschöpfen ... biologisch abbaubare Seife vorausgesetzt!

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16.08.2026 • aktualisiert am 31.08.2026