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Demokratie von Anfang an:

Warum die Volksschule der beste Ort für Mitbestimmung ist

Ein EU-Projekt zeigt: Wer Demokratie früh lebt, trägt sie ein Leben lang – und die ganze Schulgemeinschaft profitiert.

Demokratie lernt man nicht aus Büchern, sondern durch eigenes Erleben. Doch wann ist der beste Zeitpunkt, um Kinder an Mitbestimmung, Selbstverantwortung und gemeinschaftliches Handeln heranzuführen? Die Antwort des EU-Projekts coACTION ist klar: So früh wie möglich. Denn in der Volksschule werden nicht nur die Grundlagen für das Lernen gelegt, hier werden auch Selbstbewusstsein, soziale Kompetenzen und das Verständnis für demokratische Werte trainiert.

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Warum die Volksschule?

Studien zeigen: Kinder, die bereits in jungen Jahren Mitgestaltungsmöglichkeiten erfahren, entwickeln stärkeres Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und Empathie. Doch coACTION geht noch einen Schritt weiter: Mit dem „Whole School Approach“ werden nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern die gesamte Schulgemeinschaft – Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern, und sogar das schulische Umfeld – in demokratische Prozesse einbezogen.

„In der Volksschule erreichen wir nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Familien“, erklärt Brigitta Rupp, Koordinatorin des Projektes. „Eltern sind hier noch besonders offen für schulische Initiativen und können als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für demokratische Werte wirken.“ So wird Demokratie nicht nur im Klassenzimmer, sondern im gesamten Lebensumfeld der Kinder gelebt.

coACTION: Demokratie als gelebte Praxis

Das von der EU im Rahmen des Erasmus+ Programmes geförderte coACTION Projekt („Mehr Demokratie an Volksschulen unter Einbindung der gesamten Schulgemeinschaft“) hat es sich zur Aufgabe gemacht, demokratische Strukturen in Volksschulen zu verankern, und zwar auf eine Weise, die alle Beteiligten einbindet.

In der Pilotphase ab September 2025 haben zehn Schulen aus den teilnehmenden EU-Ländern Portugal, Griechenland, Spanien und Österreich ihr „Jahr der Demokratie“ gestartet. Im ersten Schritt haben sie den aktuellen Stand der demokratischen Kultur an ihrer Schule getestet. Mit dem coACTION Sensor – einem eigens dafür entwickelten Umfragetool – wurden alle Mitglieder der Schulgemeinschaft befragt. Aufgrund der Ergebnisse definierten die Schulen Demokratieziele und wählten aus der angebotenen „Projektschatzkiste“ Methoden und Aktivitäten aus, um diese Ziele zu erreichen.

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Wenn Mitsprache Form annimmt

Was bedeutet das konkret? An einer der Pilotschulen haben die Umfragen beispielsweise gezeigt, dass sich die Schülerinnen und Schüler mehr echte Mitbestimmung bei der Gestaltung des Pausenhofes wünschen. Die beschlossene Maßnahme: Die Zuerkennung eines „Mini-Budgets“, über dessen Verwendung die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften und der Schulleitung entscheiden. Solche Projekte zeigen den Kindern direkt: Eure Stimme zählt und führt zu sichtbaren Veränderungen in eurem Alltag!

Aus Daten werden Taten

Am Ende des „Jahres der Demokratie“ wurde Bilanz gezogen. Eine zweite Umfrage unter allen Beteiligten ermöglichte den Vergleich der aktuellen demokratischen Kultur mit den Werten zu Beginn des Schuljahres. Und die Ergebnisse dieser Pilotphase sind überzeugend:
  • Kinder übernehmen aktiv Verantwortung – von der Mitgestaltung des Schulhofs bis zur Entwicklung von Klassenregeln.
  • Lehrkräfte werden zu Begleiterinnen und Begleitern, die partizipative Methoden in den Unterricht integrieren.
  • Eltern und die Schulgemeinschaft werden durch Workshops und gemeinsame Projekte eingebunden und für die Bedeutung von Demokratie im Alltag sensibilisiert.

Demokratie als Lebenshaltung

coACTION beweist: Demokratie ist kein abstraktes Konzept, sondern eine Haltung, die man üben kann. Durch den Austausch von Best Practices zwischen öffentlichen und privaten Schulen entstehen innovative, fächerübergreifende Lehrmethoden, die Kinder frühzeitig an partizipative Entscheidungsprozesse heranführen. Das Projekt setzt dabei auf kompetenzorientiertes Lernen und bestehende nationale Qualitätsstandards, die sicherstellen, dass demokratische Werte nachhaltig im Schulalltag verankert werden.

„Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Prozess – und der beginnt am besten früh.“ (Alberto Costa, Schulleiter AETA, Portugal)

Mitmachen und Teil der Bewegung werden!

Ab Herbst 2026 öffnet coACTION seine Türen für weitere Volksschulen in ganz Europa, die Lust haben, Demokratie aktiv zu gestalten. Interessierte Schulen erhalten:
  • Zugang zu einer Online-Plattform mit praktischen Ressourcen und Lehrmaterialien.
  • Begleitung durch erfahrene Coaches aus dem Projektnetzwerk.
  • Austausch mit einer wachsenden europäischen Community von Schulen, die sich für partizipative Bildung einsetzen.

Wer kann mitmachen?

  • Volksschulen (öffentlich oder privat) aus allen EU-Ländern.
  • Schulleitungen und Lehrkräfte, die demokratische Prozesse an ihrer Schule etablieren möchten.
  • Eltern, Organisationen und Bildungsfachleute, die das Projekt unterstützen wollen.
Kontakt & weitere Infos

Website: coaction-project.eu

E-Mail: <Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, zum Ansehen müssen Sie in Ihrem Browser JavaScript aktivieren.>

Über coACTION: coACTION ist ein im Rahmen des Erasmus+ Programmes gefördertes EU-Projekt, das unter der Leitung der PBÖ (Private Bildungseinrichtungen Österreich) von einem Konsortium aus Bildungsinstitutionen, NGOs und Schulen in mehreren europäischen Ländern getragen wird. Ziel ist es, Demokratie als gelebte Praxis in Volksschulen zu verankern und so die nächste Generation zu aktiven, verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen.

veröffentlicht am 11.09.2026