Textiles Upcycling regional gedacht
Mein erstes Upcycling-Stück
Dann habe ich mit dem Nähen von Hauben aus ausgemusterten T-Shirts und Hüftschmeichler aus Reststoffen gestartet.
Ideenwerkstatt
Die nächste Idee kam wieder von Michaela: sie hatte feste Banner von der Egon-Schiele-Ausstellung in Neulengbach bekommen und wollte daraus Pflanzsäcke genäht haben. Auch diese Herausforderung habe ich gerne angenommen. Einige Pflanzsäcke prägen seitdem das Ortsbild von Neulengbach und werden von Michaela liebevoll bepflanzt und gegossen.
Mittlerweile habe ich unzählige feste und Netz-Banner aus der Region zu Pflanz- und Laubsammelsäcke, Badetaschen, kleine Täschchen, Shopper, etc ... verarbeitet, die in der Kunsthandwerksgalerie art & wiese verkauft werden. Dort gibt es auch noch andere Produkte aus Stoffresten von mir: kleine Täschchen, sog. Autschifanten und -bären (Kirschkernkissen in Elefanten- bzw. Bärenform).
Außerdem stricke ich farbenfrohe Stulpen mit „Waugerln“ aus Merinowolle, anfangs aus Wollresten und Abverkaufsknäueln, mittlerweile aus Farben, die mir selbst gefallen – dann strickt es sich leichter.
Ich arbeite gerne auf Bestellung
Eine Kollegin aus der Kunsthandwerksgalerie wünscht sich ein Kluppentäschchen, das sie auf ihren Wäscheständer hängen kann.
Eine liebe Freundin bringt ein Kleid aus ihrer Jugend mit einem wunderschönen Aufdruck einer Künstlerin und wünscht sich daraus eine Tasche.
Der Verein Zeit Zeugen bringt uns die Banner der letzten Ausstellung und freut sich über Taschen aller Art.
Mir gefällt daran besonders der Nachhaltigkeitsgedanke, die Dinge bekommen neues Leben eingehaucht, werden wieder verwendet, getragen, geliebt und nicht weggeworfen. Meine Kreativität und Vorstellungskraft werden dadurch gefordert und gefördert und außerdem unterstützt es die „Slow Fashion“-Bewegung.
Was bedeutet textiles Upcycling eigentlich?
Beim Upcycling wird ein Stoff nicht, wie beim Recycling, zerlegt, sondern die Grundstruktur bleibt meist erhalten. Die alte Kleidung wird repariert umgestaltet oder neu kombiniert, es entsteht ein Unikat mit persönlicher Note. Das spart Ressourcen, vermeidet Müll und macht den Kleiderschrank einzigartiger. Und es bleibt, wie bei dem Beispiel mit dem Kleid, ein Stück Erinnerung erhalten.