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Kolumne: Klarheit im KI-Dschungel

Künstliche Intelligenz ...

... ist kein Zukunftsthema mehr – sie ist mitten im betrieblichen Alltag angekommen. Auch hier im Wienerwald erzählen mir Unternehmerinnen und Unternehmer immer häufiger, wie sie KI für Texte, Angebote, Bildbearbeitung oder Kundenkommunikation einsetzen. Das spart Zeit und eröffnet neue Möglichkeiten. Gleichzeitig beobachte ich aber auch eine gewisse Unsicherheit: Was darf ich eigentlich? Und wofür hafte ich?Ein Punkt ist ganz wesentlich: Die Verantwortung bleibt immer beim Unternehmen. Wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, gilt die DSGVO – unabhängig davon, ob die Daten von einem Menschen oder einer Software bearbeitet werden. Wer also Kundendaten in ein KI-Tool eingibt, muss sicherstellen, dass dieses datenschutzkonform arbeitet. Kommt es zu einer Verletzung des Datenschutzes, kann das teuer werden.

Auch bei Inhalten gilt: Die KI ist ein Werkzeug, aber sie übernimmt keine Haftung. Wenn falsche Informationen veröffentlicht oder fehlerhafte Berechnungen übernommen werden, trägt letztlich der Betrieb die Verantwortung. Gerade im Bereich Beratung oder Dienstleistung kann daraus ein Vermögensschaden entstehen.

In meiner Beratung empfehle ich daher, zwei Dinge zusammenzudenken: organisatorische Sorgfalt und passende Absicherung. Cyber-Versicherungen können bei Datenverlust oder Hackerangriffen helfen, eine Vermögensschaden-Haftpflicht kann finanzielle Schäden abdecken, die durch digitale Fehler entstehen.

KI bietet enorme Chancen, aber sie braucht klare Spielregeln. Wer sich frühzeitig damit auseinandersetzt, nutzt die Möglichkeiten und bleibt rechtlich auf der sicheren Seite.

veröffentlicht am 31.03.2026